In der professionellen Logistik ist die genaue Identifizierung der Waren die Grundlage Ihres Gewinns. Logistiketikett GS1 dient als „Pass“ für die Transporteinheit, minimiert Fehler und beschleunigt den Wareneingang im Lager. Mit MPT Stanro implementieren Sie Standards, die Ihre Lieferkette optimieren und die Zusammenarbeit mit globalen Netzwerken erleichtern. Erfahren Sie mehr über wichtige Kennzeichnungselemente, von der SSCC-Nummer bis hin zu erweiterten Anwendungskennungen.
Was ist das GS1-Logistiklabel und warum ist es so wichtig für Ihre Logistik?
Logistiketikett GS1 ist ein universeller, globaler Standard für Informationsträger, der die eindeutige Identifizierung von Logistikeinheiten wie Paletten, Kartons oder Containern ermöglicht. Dieses Konzept bezeichnet ein standardisiertes Datenformat, das von jedem Glied der Lieferkette verstanden wird, unabhängig von Land oder verwendeter WMS-Software. Im Gegensatz zu herkömmlichen Kurieretiketten, die sich auf die Adresse konzentrieren, verwendet der GS1-Standard GS1-128-Barcodes und das Application Identifier (AI)-System.
Die Implementierung dieses Standards bringt Ihrem Unternehmen eine Reihe konkreter betrieblicher Vorteile. Die Standardisierung ermöglicht eine reibungslose Zusammenarbeit mit Handelspartnern und eine signifikante Optimierung der internen Kosten:
- Volle Transparenz – Sie verfolgen die Bewegung und den Ursprung der Waren in jeder Phase des Transports, was beim Cross-Docking von entscheidender Bedeutung ist.
- Blitzschnelle Wareneingangserfassung – die automatisierte Datenerfassung verkürzt die Entladezeiten und lagert die Waren sofort ein.
- Fehlervermeidung – Standardisierung minimiert das Fehlerrisiko bei der Identifizierung von FMCG-Produkten und Produktionschargen.
Bei MPT Stanro wickeln wir seit über 30 Jahren monatlich Tausende von Paletten ab und beliefern damit Europas größte Einzelhandelsketten. Wir wissen, dass Kontraktlogistik keinen Raum für Spekulationen lässt. Wir wenden strenge Standards an, die unseren Partnern operative Sicherheit und höchste Effizienz in ihren Fulfillment-Prozessen garantieren.
Die Struktur des Etiketts, sein grafisches Layout und seine technischen Parameter
Richtig Logistiketikett GS1 verfügt über ein streng definiertes Layout, meist im A5-Format (148 mm x 210 mm). Die Struktur ist in drei Abschnitte unterteilt, was ein fehlerfreies Lesen der Informationen sowohl durch Ihre Mitarbeiter als auch durch automatisierte Bildverarbeitungssysteme ermöglicht.
- Oberer Teil (Informationsteil): Enthält Textdaten wie Name und Adresse des Absenders, Firmenlogo und optionale Marketinginformationen.
- Mittlerer Abschnitt (Interpretation): Hier finden Sie eine textliche Interpretation der unten kodierten Daten. Diese Informationen sind visuell lesbar und erleichtern den Lagerarbeitern die Auftragsabwicklung.
- Unterer Bereich (Code): Dies ist das Herzstück des Etiketts, hier befinden sich die GS1-128-Barcodes. Die letzte Zeile muss immer den SSCC enthalten.
Die physische Platzierung des Etiketts auf der Palette ist ebenso wichtig. In unserem modernen Distributionszentrum in Goleniów halten wir uns strikt an die Positionierungsregeln, um Lesbarkeitsprobleme beim Scannen auf automatisierten Förderbändern zu vermeiden:
- Höhe: 400–800 mm über dem Boden (bei Paletten über 1 m Höhe).
- Position: Etiketten kleben auf zwei benachbarten Seiten der Palette.
- Sicherheitsabstände: Halten Sie einen Mindestabstand von 50 mm zur vertikalen Kante der Ladung ein.
Kleben Sie die Etiketten immer auf zwei nebeneinanderliegende Seiten der Palette, damit sie unabhängig von der Anordnung der Ladung in Ihrem Lager lesbar sind.
Wichtige Daten von obligatorischen SSCC zu Anwendungskennungen (AI)
Der Schlüssel zur globalen Einheitlichkeit liegt in den im GS1-128-Code kodierten Daten. Die wichtigste davon ist der SSCC (Serial Shipping Container Code), die Seriennummer der Logistikeinheit. Dieses Konzept definiert eine 18-stellige, eindeutige Kennung, die als Kennzeichen für Ihre Palette dient und das einzige obligatorische Element des Etiketts darstellt.
Die übrigen Informationen werden durch Anwendungskennungen (AIs) definiert. Dies sind 2-, 3- oder 4-stellige Zahlen in Klammern, die dem System mitteilen, welche Art von Daten unmittelbar darauf folgen.
| IZ-Code | Feld | Beschreibung und Anwendungsbeispiel |
|---|---|---|
| (00) | SSCC | Eindeutige Palettennummer (erforderlich). |
| (01) | GTIN | Die globale Artikelnummer ist auf dem Gerät enthalten. |
| (10) | Chargennummer | Notwendig für die präzise Entnahme einer bestimmten Warencharge. |
| (15) | Haltbar bis | Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist in der Lebensmittelindustrie von entscheidender Bedeutung. |
| (17) | Verfallsdatum | Das endgültige Ablaufdatum. |
| (37) | Menge | Die Anzahl der im Paket enthaltenen Handelseinheiten. |
| (3301) | Bruttogewicht | Palettengewicht in Kilogramm (auf 2 Stellen genau). |
Stanros Expertenrat: Die fehlerhafte Berechnung der Prüfziffer in der SSCC-Nummer ist einer der häufigsten Gründe für die sofortige Ablehnung von Lieferungen durch große Handelsketten wie Rossmann. Um kostspielige Retouren und Vertragsstrafen zu vermeiden, setzen Sie auf bewährte WMS-Systeme, die diesen Prozess automatisieren und die Korrektheit der Prüfziffer garantieren.
Digitale Integration, d.h. das GS1-Label und die EDI DESADV-Nachricht
Physisch Logistiketikett Dies ist nur die halbe Miete in einer modernen Lieferkette. Einen echten operativen Vorteil erzielen Sie durch die Kombination mit dem elektronischen Datenaustausch (EDI), der eine vollständige Synchronisierung des Waren- und Informationsflusses zwischen den Partnern ermöglicht.
| Bereich | Traditionelle Verfahren | EDI- und GS1-Integration |
|---|---|---|
| Zustellregistrierung | Manuelle Eingabe von Lieferscheinen | Automatischer Daten-Download von DESADV |
| Zeiteffizienz | Standardentladerate | Reduzierung der Aufnahmezeit um bis zu 601 TP3T |
| Bestandskontrolle | Verzögerter Einblick in die Zustände | Echtzeit-Statusanzeige |
Wenn Ihr Partner die SSCC-Nummer scannt, ruft sein System automatisch alle Details aus der DESADV-Nachricht ab: von der genauen Palettenzusammensetzung bis hin zu den Verfallsdaten frischer Produkte. Dieses papierlose Modell macht die manuelle Eingabe von Lieferscheinen überflüssig. Bei MPT Stanro unterstützen wir solche Innovationen mit der Plattform Stanro24, die unseren Partnern volle operative Kontrolle und rund um die Uhr Einblick in den Auftragsstatus ermöglicht.
Die häufigsten Etikettierungsfehler und wie man sie vermeidet und Geld spart
Fehler bei der Etikettierung können zu erheblichen finanziellen Verlusten führen, darunter Lagerausfallzeiten und Mahngebühren. Bei MPT Stanro gewährleisten wir die Auftragsabwicklung durch strenge Etikettenprüfungsverfahren in jeder Phase der Logistikkette.
Mithilfe der folgenden Checkliste können Sie die Korrektheit der Versandvorbereitung in Ihrem Lager überprüfen:
- Lesbarkeit des Codes – prüfen Sie, ob die Thermotransferdruckköpfe abgenutzt sind; der Code muss scharfe Kanten aufweisen.
- Folienmethode – Achten Sie darauf, dass das Etikett nicht unter einer dicken Schicht Stretchfolie festklemmt, die das Scannerlicht reflektiert.
- Palettenhygiene – Entfernen Sie alle alten Logistiketiketten von vorherigen Sendungen, um Fehler in den Sortiersystemen zu vermeiden.
- Anbringungsort – Vermeiden Sie es, den Code auf den Faltstellen des Kartons oder auf den Verbindungsstellen der Palettenbretter anzubringen.
- Datenkonsistenz – Überprüfen Sie, ob die SSCC-Nummer auf dem Ausdruck mit der in der EDI-Nachricht gesendeten Nummer übereinstimmt.
Die Zukunft der Standards – von 2D-Codes bis zur RFID-Technologie
Die Logistik entwickelt sich ständig weiter, und die Anforderungen an den Informationsfluss steigen stetig. Moderne Technologien ermöglichen die Kodierung deutlich größerer Datenmengen, was im Zeitalter des globalen E-Commerce und des Omnichannel-Handels von entscheidender Bedeutung ist:
- 2D-Codes (GS1 DataMatrix) – ideal für die präzise Kennzeichnung von Sammelgutlogistik auf kleinem Raum.
- RFID-Technologie – ermöglicht das kontaktlose Auslesen ganzer Palettenladungen in Sekundenbruchteilen, ohne dass das Etikett sichtbar ist.
- Scan4Transport Standard – eine neue Methode zur Digitalisierung von Transportdaten, die die Arbeit von Transportunternehmen erleichtert.
Bei MPT Stanro beobachten wir diese Innovationen ständig, um sicherzustellen, dass Ihr Unternehmen einen technologischen Vorsprung hat und bestens auf die Herausforderungen des modernen internationalen Handels vorbereitet ist.
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Häufig gestellte Fragen zum GS1-Logistiklabel
Ja, der Serial Shipping Container Code (SSCC) ist das einzige Pflichtelement des GS1-Logistiketiketts. Er dient als eindeutiger Identifikator, mit dem Sie Ihre Sendung weltweit verfolgen können. Andere Daten wie Verfallsdatum und Chargennummer sind optional, werden aber üblicherweise von Einzelhandelsketten und Qualitätssicherungssystemen benötigt.
Bei Paletten mit einer Höhe von über einem Meter sollte das Etikett 400 bis 800 mm über dem Boden und mindestens 50 mm von der vertikalen Kante entfernt angebracht werden. Bei niedrigeren Paletten ist ein Mindestabstand von 32 mm zur Unterkante einzuhalten. Bringen Sie stets zwei Etiketten an benachbarten Seiten der Palette an, um eine gute Lesbarkeit im Lager und in den Verteilzentren Ihrer Kunden zu gewährleisten.
Logistiketikett GS1 basiert auf dem globalen GS1-128-Standard und umfasst universelle Anwendungskennungen, die von Lagerverwaltungssystemen (WMS) weltweit verstanden werden. Ein Kurieretikett ist in der Regel einem bestimmten Transportunternehmen zugeordnet und enthält Adressdaten sowie eine interne Sendungsnummer. Durch die Verwendung des GS1-Standards erreichen Sie volle Interoperabilität in der internationalen Lieferkette.
Durch die Integration des Etiketts in den elektronischen Datenaustausch (EDI) wird automatisch eine DESADV-Nachricht generiert. So kennt Ihr Empfänger den genauen Inhalt der Palette, bevor diese die Entladerampe erreicht. Dies reduziert die Wareneingangszeit um bis zu 601 TP3T, spart direkt Arbeitszeit und optimiert den Warenumschlag im Lager.